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19. Juli 2018   |   Newsletter   |   Wetter   |   Partner

„Beim Drechseln vergesse ich alles um mich herum – vor allem die Zeit.“

Michael Toferer

Schon durch das Werkstattfenster sehen wir Michaels Stücke und Werke an denen er gerade Arbeitet. Wir richten unsere ersten Blicke auf ein Weltkugelähnliches Stück, das sich ohne ein Schleifpapier gesehen zu haben, jetzt schon samtig und glatt anfühlt. Lauter Werkzeuge, viele verschiedene Hölzer und Rohlinge, sowie eine neue Drechselbank zieren die Werkstadt da wo der Drechsler auch wohnt. Eine Arbeit, die ihm hilft seine Sorgen für einen Weile zu vergessen, eine besondere Zeit die er nur mit Ihm, dem Holz und seinem Werkzeug teilt, ein Moment in dem er alles rundherum vergessen kann und sich als sehr Erdender entpuppt. Das Glitzern in seinen Augen, die Energie die er versprüht, erzählt uns, dass ihn diese Arbeit als Heilprozess durch eine Phase der Hoffnungslosigkeit geholfen hat und vielleicht sogar das Leben gerettet hat. Wir finden gigantische Schüsseln, kleine Eierbecher, Brotdosen, Ringschachteln, Füllfederhalter, Baseballschläger, Nudelhölzer! Sein aktueller Neuzugang: Ein Tulpenbaum. „Noch nie gehört“, sprüht es aus uns heraus. Dieser kommt ursprünglich aus Nordamerika bzw. Nordafrika und ist ein verwandter der Magnolie, der bei uns nur in Parks vorhanden ist, erfahren wir. Entdeckt hat Michael seinen bei der Villa Trapp in Aigen bei Salzburg und ist somit ein sehr geschichtsträchtiger. Mit Hölzern die keiner mehr will, die eigenartig, widerspenstig oder eigenwillig sind, spielt sich Michael gerne. Diese Macken arbeitet er dann in seine Stücke ein und lässt genau diese Eigenschaft zum Konzept werden. Eine Philosophie die wir sehr schätzen und lieben. Von der Schale bis zum Kern sozusagen.

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