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13. Dezember 2018   |   Newsletter   |   Wetter   |   Partner

„Im Vordergrund steht immer die lockere, einfache Gemütlichkeit.“

Brunnwirt

Vorbeigefahren,- geradelt und -gegangen sind wir schon einige Male am Restaurant Brunnwirt in Fuschl. Aber wie man so schön sagt, sieht man ja oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Doch nun haben wir dieses Juwel entdeckt. Von außen ist es ein eher unscheinbares Wirtshaus, das zum ersten Mal im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt worden ist und auch seit dieser Zeit im Besitz der Familie Brandstätter liegt. Hinter dem Haus liegt ein wunderschöner Garten mit einem 300 Jahre alten Lindenbaum, dessen Äste schon bis zum Boden reichen und dessen Blüten im Sommer wie Schneeflocken durch die Luft fliegen. Johannes Brandstätter - der Küchenchef und Hausherr in 6. Generation - nennt diesen Ort, in dem 30 Jahre alte Stachelbeer- & Himbeersträuche, Marillenbäume, Kräuter und Weinstöcke, wie Skulpturen aus dem Boden wachsen, liebevoll seinen „Naschgarten“. Dazu kommt der wunderschöne Ausblick über den Fuschlsee, auf dem sich Fischer,- Schlauch,- und Tretboote sowie traditionelle Zillen ihren Weg durch Enten und Haubentaucher suchen.

Johannes Brandstätter folgt in seinem Haus und in seiner Küche einem klaren Motto: weniger ist mehr. Und so hat er den Fokus seines Wirtshauses nicht auf den großen Saal - in dem bis heute noch gerne Feste und Hochzeiten ausgerichtet werden -, sondern auf den kleinen, feinen Gastraum mit seinen acht gemütlichen Tischen gesetzt. Dort verraten uns auch gerettete Zeichnungen aus den 1950er Jahren an den Wänden der Stube, wie es früher hier „zugegangen“ ist.

Je nach Marktlage kreiert Johannes seine beiden Menüs täglich neu und lässt darin regionale und internationalen Einflüsse gekonnt ineinanderfließen. Die Konzentration liegt auf puren, einfachen Tellern mit 3 bis 4 Komponenten. Spitzenqualität der verwendeten Produkte und eine perfekte Veredelung geben dabei immer den Takt vor. Geprägt haben Johannes bestimmt auch seine Aufenthalte in Frankreich und Italien. Das merken wir spätestens als wir im uralten Keller frische Salami vom Kitz entdecken. Dort hängt sie mindestens ein halbes Jahr bis sie als Gruß aus der Küche zusammen mit handgedrehtem Jourgebäck einen wunderbaren Abend einstimmt.

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