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16. Dezember 2018   |   Newsletter   |   Wetter   |   Partner

„Vor allem den Mauerblümchen gebe ich die meiste Wertschätzung“

Traumgarten Tannberg

Fast wie in einer anderen Welt kommen wir uns vor, als wir das große Tor zum Garten der Kräuterfee betreten. Gedankenverloren wandern wir über ein kleines Brückerl hinüber zu einem versteckten Ruheplatz, wo wir ein mit sinnlichen Früchten gefülltes Glashaus entdecken. Um’s Eck schnattern die Gänse ein Lied, in das die Truthähne Hänsel und Grätel miteinstimmen. Schnell hat es uns in den unglaublich opulenten Garten gezogen, in dem wir uns beinahe verlaufen könnten – oder besser gesagt: in dem wir uns verlaufen möchten! Elisabeth, die Gartenbesitzerin, war auf der Suche nach einem Platz, an dem sie ihrer Leidenschaft für Garten, Kräuter und Wildpflanzen im Zusammenspiel mit der Natur und den Jahreszeiten nachgehen kann. Erschaffen hat sich die Landschaftsökologin ihren Traumgarten-Tannberg auf einer 5000 Quadratmeter großen Streuobstwiese. Zwischen den Stauden, auf Steinmäuerchen und in wild wuchernden Beeten bewundern wir bunte Inseln von Lichtnelken, Mädesüß, Geranien, Malven, Salbei, Thymian und zahmen Brennesseln. „Die müssen sich nicht wehren“, sagt Elisabeth, „denn ich habe ihnen den Schutz geschaffen, den sie brauchen“. Sie findet es immer lustig, wenn Schulklassen zuerst zögern, aber später mit kurzen Hosen durch den Brennesselwald laufen. Elisabeth ist auch Autorin eines reich bebilderten Blütenkochbuchs und gibt ihr Wissen in Form von Kursen und Seminaren weiter. Dort wird reichlich gesammeltes Gut dann verkocht oder anderwärtig verarbeitet. Wir dürfen Elisabeths Kreationen gleich kosten und genießen eine kleine Blütensüßigkeit mit Kornblumencreme und Rosenblättern, die feenlandhafter nicht sein könnte. Wer die kostbaren Blütensalze, Sirupe, Säfte und eingemachten Köstlichkeiten auch probieren mag, kann dies im Roten Wagon im Vorgarten tun und sie dann auch mit nach Hause nehmen.

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