Schließen

16. Dezember 2018   |   Newsletter   |   Wetter   |   Partner

„Viel Durchsetzungsvermögen und ein Traum vor Augen hat uns dieses Juwel beschert.“

Fürthermoaralm

Schon die Fahrt hinauf zur Fürthermoaralm lässt uns die Aufregung ins Blut steigen. Das kurze Leiberl haben wir im Tal wo Kathrin Aberger-Dick und Markus Dick das Fürthermoargut betreiben noch gut vertragen doch hier oben auf fast 2000m Höhe schaut noch der Schnee von den Bergen (nämlich das ganze Jahr hindurch). Im Sommer verbringt die Familie die Tage gemeinsam mit ihren Eltern auf der Fürthermoar Alm. Ein Ort der mit einem vollen Rucksack Geschichte bepackt ist. Begonnen hat die Alm am Wasserfallboden. Als später die Arbeiten für das gigantische Wasserkraftwerk im Kaprunertal (die heutigen weltbekannten Hochgebirgsstauseen Kaprun) begonnen hatten, war für die Familie die Möglichkeit sich bei anderen Almen einzukaufen, nicht die Richtige. Erst viel später gelang es Nutzungsrechte der Hochalm Ebmatten zurückzukaufen. Doch ohne einstige Grundalm - ihr Gebiet liegt noch heute am Grund des Wasserfallbodens. Außer dem Fürthermoar selbst hatte niemand Interesse an der Hochalm - zu schwierig war die Bewirtschaftung aufgrund der großen Seehöhe. Er ließ sich aber nicht von seinem Plan abbringen. Vom damaligen Arbeitslager zum Bau des Elektrizitätswerkes kamen immer wieder Arbeiter zur Alm und kauften Milch. In den 50er Jahren begann schließlich die Ausschank - eine Pionierleistung, die bis heute Bestand hat. Eine Fürthermoar-Berühmtheit, Vater Toni, kümmert sich um die rund 800 Schafe und 55 Milchkühe auf der Alm. Er gehört zur Alm, so wie seine Geschichten, die vom Sommerschnee im August, von verschütteten Schafen, die er aus weißen Lawinen geborgen hatte oder vom Wetter überraschter Wanderern denen er Schutz bot, erzählen. Nicht nur das wunderbare Holzofenbrot, das Mama Martina einmal die Woche bäckt und dabei genau das Verhältnis von Teig und Holzscheitern berechnet, sondern auch Almkäse, Butter Speck und Milch machen es überaus schwer die letzte Bergfahrt mit dem Bus um 15.30 Uhr erwischen zu wollen. Wer entweder einer der ersten auf der Bergtour sein will oder nach der Tour lieber noch ein wenig länger auf der Alm sitzen bleiben mag, der kann die Nacht auch im Zimmer oder Schlaflager verbringen und am nächsten Tag nach einem urigen Almfrühstück mit frischer Energie in den Tag starten. Wir müssen heute jedoch noch ein Stückerl weiter hinauf, zum Stausee, direkt auf der Drossensperre wo wir einen unserer Abende abhalten und natürlich Brot, Butter und Käse von der Alm in die Brettljause miteinbeziehen. Wie werden mit einem selbst gebrannten Schnaps und einem herzlichen „Pfiadeich“ verabschiedet und wissen schon jetzt – wir kommen wieder, aber sowas von sicher!

Auf der Karte

Mit den Öffis erreichbar