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16. Dezember 2018   |   Newsletter   |   Wetter   |   Partner

„Vor 40 Jahren, da war ich noch ein richtiger Exot.“

Hiasn-Hof

Der Weg zum Slowfood-Botschafter Gunther Naynar ist nicht der einfachste. Ein ganz kleines Holzschild zwischen Mariapfarr und Göriach sagt „Käse“ und leitet bloß ganz aufmerksame Augen zum wunderschönen Hiasn-Hof, der von Ziegen, Kühen und der uralten Sorte des Lungauer Tauernroggens umrahmt ist. Seinen Job als Zeichenlehrer hängt er nach einigen Almsommern bei denen er das Käsen erlernt hat an den Nagel. Bescheiden erzählt uns der Hiasnhofbauer, dass er eben Glück hatte, weil er als einer der ersten Ziegenkäseproduzenten galt und halt schon immer gerne künstlerische Inspiration in seine Arbeit einfließen lassen wollte. Wichtig sei ihm, seinen Käse in guten Händen zu wissen. „Nur wer meine Arbeit versteht und den Hof kennt, schmeckt den wahren Genuss.“ so der Käsekünstler. Im kleinen Laden dürfen wir kosten und sind begeistert von der Käse-Variation mit Meisterwurzblättern, Ziegenfrischkäse, Wacholder-Nadeln, Pfeffer und Rosinen oder 3 Jahre gereiftem Göriach-Parmesan. Alle aus nicht pasteurisierter Rohmilch, lernen wir. Bestimmt tut das Gebirgsklima im Lungau den Käsen besonders gut, ganz sicher aber auch die ruhige, liebevolle, respektvolle und kompromisslose Umgangsweise, die der zarte und zugleich kernige Mann an den Tag legt. In der Ruhe liegt die Kraft, pflegte eben schon meine Oma zu sagen.

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