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18. Dezember 2018   |   Newsletter   |   Wetter   |   Partner

„Bevor ich die Kugeln hergebe macht meine Frau immer eine Kontrolle – ein paar behält sie jedesmal für uns daheim.“

Die Kugelmühle

Dass Paul Herbst eine besondere Beziehung zu Gestein hat, merken wir gleich als er uns herzlich mit Hund und gelben Gummistiefeln in seiner kleinen Kugelmühle im Teufelsgraben begrüßt. Er trägt nämlich eine gestrickte Jacke mit Steinknöpfen, jeden selber gesammelt und geschliffen: „Der ist aus Adnet, und den hab ich hier im Graben gefunden.“ Paul ist im Brotberuf Geologe, die Kugelmühle betreibt er weil es „eine Freude ist." Täglich einmal findet man ihn hier im verzauberten Teufelsgraben, wo er als einer der letzten dieses alte Handwerk betreibt. Die grob zugehauenen Rohlinge werden in die Quarzsteinform gelegt und durch die Kraft des Wassers und beständiges Drehen in wunderschöne, glatte Kugeln verwandelt – kleine und große. Früher hatten die Steinkugeln mehrere Funktionen, als Spielzeug, Munition und Schiffsballast. Heute sind sie Dekoration und doch: Sobald wir eine in den Händen halten, möchten wir sie gar nicht mehr loslassen, so schön glatt und rund, so vielfärbig die unterschiedlichen Gesteine, irgendwie faszinierend. Genau wie das Plätzchen an dem die Mühle steht – mit einer Kugel als Geschenk verabschieden wir uns von Paul und wandern durch den grünen Wald zurück.

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