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18. Dezember 2018   |   Newsletter   |   Wetter   |   Partner

Erlebe den Lungau

Höre und Sehe die Natur

// FREITAG // Sollte man einen Biobauernhof wie aus dem Bilderbuch suchen – das Suppangut wäre so einer. Ein wunderschöner bunter Hof inklusive romantischem Fischteich, erdige Bauersleute, Zimmer aus den 50er Jahren ... sogar eine kleine Ruine findet sich auf dem Suppangut. Wir lieben die Idylle und beschließen, unser Tour-Lager im Lungau hier aufzuschlagen.

Der Biohof Sauschneider mit Bäuerin Lisi Löcker steht als Erstes auf dem Programm. Die Löckers bauen den Lungauer Tauernroggen an, sind im Slow Food und der Lungauer Arche aktiv und können stundenlang über Ernährung im Allgemeinen und Boden und Korn im Besonderen plaudern. In ihrem Hofladen decken wir uns mit einer Jause ein und genießen die Abendsonne bei einem Picknick am Feld.

// SAMSTAG // Wir haben zwar zuvor noch nie etwas von der „Scrimshaw-Technik“ gehört, die gravierten Messer von Eva Gappmayr bezaubern uns aber trotzdem sofort. Die Graveurin und Goldschmiedin übt ihr Handwerk absolut professionell aus - lustigerweise in einem alten Kinderzimmer. Wir dürfen ihr beim Scrimmen über die Schulter schauen und bestellen gleich ein paar gravierte Klappmesser.

Hoamweh

Tipp 3 Hoamweh

Bröllsteig 22, 5580 Tamsweg,
Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung

Ebenfalls in Tamsweg liegt so etwas wie ein lebendiges Museum: Die 600 Jahre alte Handweberei Pirkner. In einem malerischen kleinen Häuschen am Bach fertigt Rosalinde Künstner auf hölzernen Handwebstühlen traditionelle Lungauer Muster, die ihr Großvater einst aus alten Stoffen wieder „entschlüsselt“ hat und die beeindruckend modern wirken. Die engagierte Rosi werkt hier zwischen bunten Fäden mit Mutter und Tante und lässt sogar uns einmal probieren.

Weiter geht's in Trausners Genusswerkstatt. Auf deren Kreation Enzo sind wir schon sehr gespannt. Walter Trausner hat den antialkoholischen Enziansirup entwickelt und bereitet ihn für uns auch gleich in spannenden Varianten zu. Süß mit bitterem Nachgeschmack, so richtig bittersweet, ist der Enzo – wir sind begeistert! Und wie alle anderen Produkte der Genusswerkstatt kommt er natürlich ohne künstliche Aromen aus.

Im Mesnerhaus von Josef und Maria Steffner („Manche fragen wirklich, ob das unser Künstlername ist.“) klingt der Tag im charmanten Mauterndorf aus. Das kleine Haus mit der schmalen, steilen Stiege rauf zum Gastraum und dem gemütlichen Stammtisch verrät, dass es sich tatsächlich um ein Mesnerhaus handelt. In der Küche konfieren bei kleiner Temperatur frische Karotten. Im großen Topf daneben schauen wir zu, wie Taubenfleisch buchstäblich vom Knochen fällt. Alles ganz langsam, mit viel Gespür. Und das schmeckt man auch.

Mesnerhaus

Tipp 6 Mesnerhaus

Mauterndorf 56, 5570 Mauterndorf,
Öffnungszeiten: Mi-So: 11:30 - 13.30 & 18.00 - 21.30

// SONNTAG // Der Sonntag wird genützt, um sich mit der Suppanbäuerin auf eine Kräuterwanderung zu begeben. Maria weiß alles, was es zu wissen gibt, zeigt uns bekannte und unbekannte Pflanzen, Heilkräuter, essbare Blüten und Früchte. Zum Abschluss gibt’s eine unvergessliche Jause mit selbstgebackenem Brot, eigenem Käse und Tee aus eben gepflückten Pflanzen. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die einfachsten Dinge meist doch die besten sind.

Tipps der Tour

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